Scream thy last Scream: SCREAM QUEENS (Kurz-Rezi)

Quelle: theodysseyonline.com
Am Wochenende habe ich die erste Staffel von SCREAM QUEENS beendet. Der Begriff „Scream Queens“ wurde von den jungen Frauen geprägt, die in Horrorfilmen gerne und oft schreien. Eine davon ist Jamie Lee Curtis, deren Biografie sogar den Titel „Scream Queen“ trägt. Daher war es klar, dass auch sie in der Serie mit dabei sein würde.

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In der Serie geht es um eine Studentenverbindung, Kappa Kappa Tau, in die eigentlich nur die angesehensten und reichsten jungen Frauen aufgenommen werden. Doch die Dekanin Cathy Munsch (Jamie Lee Curtis) ändert die Regeln, sodass jedes junge Mädchen dort aufgenommen werden kann. Uneingeschränkte Herrin im Haus von Kappa Kappa Tau ist Chanel Oberlin (Emma Roberts), eine verwöhnte und hochnäsige Tochter reicher Eltern. Sie kümmert sich nur um sich selbst und behandelt ihre Mitmenschen wie Dreck, sogar ihre Studenten-Schwestern, die sie nicht mal bei ihren richtigen Namen nennt. Diese heißen nur Chanel #2 oder Chanel #5 beispielsweise.
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In dieses Haus kommt nun Grace, eine junge Frau, die so gar nicht zu der hochnäsigen und oberflächlichen Sippschaft passt. Deshalb versucht Chanel, Grace das Leben so schwer wie möglich zu machen. Doch dann erschüttert eine Mordserie die Universität. Ein Killer, verkleidet als der „Red Devil“, das Uni-Maskottchen, metzelt die Studenten der Reihe nach nieder. Die Mordserie geht zurück auf ein Ereignis, welches 20 Jahre in der Vergangenheit liegt. Damals gebar eine Kappa-Mitgliedsschwester in einer Badewanne zwei Babys und verblutete anschließend, da ihre Mitschwestern lieber zu einer Party gegangen sind, als ihr zu helfen.
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Anfangs fiel es mir etwas schwer, in die Serie einzutauchen. Das lag vor allem daran, dass es zu Beginn so gut wie keine Figur gibt, die irgendwie sympathisch ist. Doch langsam kristallisieren sich Grace und Pete, ein Hobby-Journalist, heraus, da sie versuchen, dem Killer auf die Spur zu kommen. Die Ereignisse und Handlungen der Figuren sind teils maßlos überzogen, sorgen dadurch aber auch für den einen oder anderen Lacher.
 
Für den geneigten Horrorfan gibt es einige Anspielungen auf andere Filme und Serien und das Rätselraten um den Killer macht ab der Hälfte der Staffel durchaus Spaß. Die Auflösung und das Ende sind dann zwar reichlich konstruiert und irgendwie auch recht unglaubwürdig, aber da gibt es durchaus schlechteres. So wirkt die Serie wie eine langgezogene Version eines 90er-Jahre-Teenie-Horrorfilms, die zwischendrin zwar ein paar Längen hat, aber doch bis zum Ende zu unterhalten weiß.
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Die Serie wurde produziert von den Machern von AMERICAN HORROR STORY. Und wer diese Serie aufmerksam verfolgt, dem wird das Setting von SCREAM QUEENS bekannt vorkommen. Die dritte Staffel von AMERICAN HORROR STORY, genannt COVEN, dreht sich ebenfalls um eine Studentenverbindung junger Frauen, die nacheinander ihr Leben lassen müssen. Dort ist allerdings Magie im Spiel, da es sich bei der Studentenverbindung um einen Hexenzirkel handelt. Und auch Emma Roberts spielt in dieser Staffel eine Rolle, die ihrer Figur in SCREAM QUEENS nicht unähnlich ist. So wirkt die erste Staffel dann auch etwas wie ein Spin-off von AMERICAN HORROR STORY: COVEN.
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Wie bei Staffel vier und fünf von AMERICAN HORROR STORY stammt der Score zu SCREAM QUEENS von Mac Quayle. Und auch seine Musik ist der Musik der fünften Staffel von AMERICAN HORROR STORY nicht unähnlich. Obwohl beide Serien keinerlei Bezug zu den 1980er Jahren haben (bis auf ein paar Flashbacks in AMERICAN HORROR STORY) und in der Gegenwart spielen, stammt ein Großteil der Musik aus dieser Ära. Rock- und Popsongs aus den 80ern tummeln sich hier und da und Mac Quayles Score ist ebenfalls geprägt vom Synthie-Pop der 80er. Ob das einen tieferen Sinn hat oder einfach nur dem momentanen Revival der 80er geschuldet ist, bleibt das Geheimnis der Macher.

SCREAM QUEENS wurde bereits um eine zweite Staffel verlängert. Besonders für Fans von 90er-Jahren-Teenie-Horrorfilmen wie SCREAM dürfte die Serie geeignet sein, wenngleich sie wesentlich überzogener und humorvoller ist. Emma Roberts spielt die verwöhnte Zicke mit Bravour und auch Jamie Lee Curtis glänzt als undurchsichtige und hinterlistige Uni-Dekanin. Das macht auch ein paar Hänger in der Handlung hier und da wett, sodass man am Ende der Staffel durchaus gut unterhalten wurde.

Bewertung: 5.0. Von 1 Abstimmung.
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