Erst kommt der Film, dann die Moral: MACKIE MESSER – BRECHTS 3GROSCHENFILM

Quelle: fbw-filmbewertung.com

„Ein Mann, der etwas zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“ Ähnlich scharf wie die Zähne des besungenen Hais in „Die Moritat von Mackie Messer“ waren Bertold Brechts Gedanken, die er sich nicht scheute, unverblümt seinem Gegenüber ins Gesicht zu schmettern. Als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker und Lyriker prägte er eine neue Form des Theaters, das epische Theater. Hierbei entfernte sich Brecht von der Darstellung tragischer Einzelschicksale und einer Scheinrealität, zugunsten großer gesellschaftlicher Konflikte wie Krieg, Revolution und sozialer Ungerechtigkeit. Sein Ziel war es, die Zuschauer aktiv zum Handeln zu bewegen, um die Gesellschaft zum Besseren zu verändern. „Das moderne Theater muß nicht danach beurteilt werden, wieweit es die Gewohnheiten des Publikums befriedigt, sondern danach, wieweit es sie verändert.“

Das Schicksal des Menschen ist der Mensch

The Night SHE stayed home – HALLOWEEN (2018)

Quelle: dvd-forum.at

Die 80er Jahre waren die Hochzeit des Slasher-Films. Der Trend begann 1978 mit John Carpenters Film Halloween, welcher diverse Nachahmer nach sich zog. Im Laufe der 80er Jahre wurden so die Killer aus diesen Filmen zu Ikonen des Horrorgenres. Neben Michael Myers standen da Freddy Krueger aus Nightmare on Elm-Street und Jason Vorhees aus Friday the 13th. Erweitert man das Feld noch etwas, kann man auch noch Leatherface aus Texas Chainsaw Massacre und Pinhead aus Clive Barkers Hellraiser mit hinzu nehmen. Doch ausgerechnet der Trendstarter, Michael Myers, sah sich relativ schnell von den anderen Ikonen überholt. Es dauerte nach Halloween II ganze sieben Jahre, bevor Michael Myers 1988 wieder die Leinwände unsicher machte. In dieser Zeit waren bereits sieben Friday-the-13th-Filme und vier Nightmare on Elm-Street-Filme herausgekommen und auch kommerziell blieben die Halloween-Filme hinter ihren Mitbewerbern zurück.

The Boogeyman is coming

Lost and Found in La Mancha – THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE

Quelle: fbw-filmbewertung.com

Man kann Terry Gilliam nicht nachsagen, dass er nicht hartnäckig wäre. Trotz dem er bei so ziemlich jedem seiner Filmprojekte seit Brazil (1985) mit Problemen und Rückschlägen vor den Dreharbeiten, während der Dreharbeiten und nach den Dreharbeiten kämpfen musste, hat er doch nie aufgehört, Filme zu machen. Doch das alles wird in den Schatten gestellt von einem Projekt, welches Gilliam über ein Vierteljahrhundert lang beschäftigte.

I am Don Quixote de la Mancha!

Die Liebe in den Zeiten des Trampens – 303

Quelle: moviepilot.de

„Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.“ Mit diesem Zitat von Rainer Maria Rilke beginnt der neue Film von Hans Weingartner (DIE FETTEN JAHRE SIND VORBEI) und die nächsten zweieinhalb Stunden sollte man sich wirklich Zeit nehmen zur Liebe. Doch keine Sorge, ein Vorgefühl des Ewigen stellt sich beim Betrachten des Films dennoch nicht ein.

Wir fahren fahren fahren auf der Autobahn

Ungleicher Ausgleich – THE EQUALIZER 2

Quelle: joblo.com

Einsame-Rächer-Filme haben seit einigen Jahren Hochkunjunktur. Sei es John Wick, Jack Reacher, die TAKEN-Reihe mit Liam Neeson oder eben der Equalizer, alle haben gemein, dass sie Einzelgänger mit besonderen Fähigkeiten sind, die ihre Feinde schmerzhaft zu spüren bekommen. Jeder diese Filme bekam mittlerweile mindestens eine Fortsetzung und in ATOMIC BLONDE durfte mit Charlize Theron dann auch mal eine Frau ihren Weg mit Leichen pflastern. Unter all diesen Rächer- und Selbstjustiz-Filmen ging das Remake von DEATH WISH, der einst in den 70er Jahren Charles Bronson als Mann zeigte, der rot sieht, überraschenderweise ziemlich unter. Ob es am müden Bruce Willis oder an der drögen Inszenierung Eli Roths lag? Doch zurück zum Equalizer.

Die Rechnung ging nicht auf

Nicht Fisch, nicht Fleisch – THE MEG

Quelle: cosmopolitan.com

Es gibt Filme, von denen erwartet man nichts und wird überrascht. Und es gibt Filme, die bestimmte Erwartungen wecken, die dann enttäuscht werden. In letztere Kategorie fällt wohl THE MEG. „Was erwartest du auch von einem Film, in dem Jason Statham gegen einen Riesenhai kämpft?“ könnte hier die Frage lauten. Ehrliche Antwort: „Genau das.“.

Beyond the sea

Mikrokosmos – ANT-MAN AND THE WASP

Quelle: cineman.ch

Wenn der Sommer kommt und auf Feldern und Wiesen die Blumen sprießen, kann man den fleißigen Insekten wieder bei der Arbeit zusehen. Mit dem Sommer kommen aber auch die großen Blockbuster-Anwärter ins Kino, da macht dieser nun 20. Film des Marvel Cinematic Universe keine Ausnahme.

Summ summ summ

Kartoffelschalenauflauf – DEINE JULIET

Quelle: media.services.cinergy.ch

Bücher waren ihr Leben. Mary Ann Shaffer, geboren 1934 in Martinsburg, West Virginia, arbeitete ihr Leben lang in Bibliotheken, in Buchhandlungen und im Verlagswesen. Ihr großer Traum war es, einmal selbst ein Buch zu schreiben. Und zwar ein Buch, „das jemandem so gefiel, dass er es verlegen wollte“, wie sie selbst es ausdrückte. Sie plante eigentlich, eine Biografie über Kathleen Scott zu schreiben, die Frau des Polarforschers Robert Falcon Scott. Als sie zur Recherche nach Cambridge, England reiste, musste sie jedoch feststellen, dass die persönlichen Aufzeichnungen Scotts nicht mehr verwendbar waren. Frustriert von diesem Tiefschlag entschloss sich Mary Ann, einen Teil ihres geplanten England-Aufenthaltes auf der kleinen Insel Guernsey zu verbringen, die direkt der britischen Krone unterstellt ist und damit einen Sonderstatus genießt, geographisch aber näher am französischen Festland liegt, als am britischen. Doch bereits kurz nach ihrer Ankunft wurde der Flughafen dort wegen dichtem Nebel gesperrt. Also verbrachte sie die Zeit am Flughafen in der dortigen Bücherei und las Bücher über die Besetzung der Insel Guernsey durch die Deutschen im Zweiten Weltkrieg. Doch es sollte noch 20 Jahre dauern, bevor Mary Ann Shaffer ein Buch schreiben würde.

Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf

L’impératrice enfantine – 3 TAGE IN QUIBERON

Quelle: kultur-bad-vilbel.de

Freude und Leid lagen im Leben Romy Schneiders nahe beieinander. Mit 15 Jahren beginnt sie bereits ihre Filmkarriere, damals noch an der Seite ihrer Mutter Magda Schneider, in Heimatfilmen wie WENN DER WEISSE FLIEDER WIEDER BLÜHT (1953). 1955 dann, mit 17 Jahren, spielt sie die Rolle, die zugleich Fluch und Segen im Leben Romy Schneiders war. Als Kaiserin Sissi erobert sie die Herzen des Kinopublikums und wird damit zugleich endgültig in den Strudel des Filmgeschäfts geworfen. Sie verkörperte Sissi dann in zwei weiteren Filmen.

Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heiße Romy Schneider

Kommt mir bekannt vor – AVENGERS: INFINITY WAR

Quelle: amazon.de

Hier ist es nun also, das große Finale, auf das Marvel seit dem ersten IRON MAN von 2008 hingearbeitet hat. Zumindest der erste Teil. Beinahe alle Hauptfiguren der vergangenen Marvel-Filme versammeln sich nun hier, um nicht nur die Erde, sondern das ganze Universum zu retten. Ein anspruchsvolles Ziel. Zumindest ist es nicht das „Marvel Cinematic Universe“, das sie retten müssen, denn das läuft wie am Schnürchen.

This means war!