Why so serious? – BATMAN V SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE

Quelle: movieweb.com

Eigentlich hatte DC Comics einen guten Start. Die beiden von Tim Burton inszenierten „Batman“-Filme waren 1989 und 1992 Kassenschlager und der Auftakt zu einer Reihe von Comic-Filmen. Doch scheinbar war der Großteil des Publikums noch nicht so großartig daran interessiert. Filme wie „The Shadow“ und „The Phantom“ floppten gewaltig, nur Batman konnte noch mit „Batman Forever“ 1995 und „Batman and Robin“ 1997 kommerzielle Erfolge erzielen. Es lag aber nicht an Comic-Verfilmungen per se, beispielsweise wurde der ebenfalls auf einer Comic-Reihe basierende „Men in Black“ 1997 zum großen Hit.

Im Falle von Batman waren es die Filmemacher selbst, welche die Filmreihe zugrunde richteten. Statt die düstere und ernstere Version von Batman aus Burtons Filmen fortzusetzen, entschloß sich das Studio Warner mit „Batman Forever“ einen anderen Weg zu gehen. Es wurde poppiger und bunter, außerdem wurden die Handlung und die Charaktere wesentlich comic-hafter. Erinnerungen wurden wach an die alte „Batman“-Serie aus den 1960er Jahren, die sich selbst nicht so ernst nahm und in quietschbunter Optik das „Dynamische Duo“ Batman und Robin durch völlig abstruse Abenteuer schickte.

Noch stärker fällt das auf bei „Batman and Robin“. Neben der eklatanten Fehlbesetzung George Clooneys als Batman gibt es in diesem Film so viele Dinge, die dem geneigten Fan die Haare zu Berge stehen lassen. Angefangen von der bescheuerten Handlung, über die ständigen Frost- und Eis-Witze von Mister Freeze, bis hin zu Brustwarzen auf den Kostümen und der berühmt-berüchtigten „Bat-Kreditkarte“ scheint der Film tatsächlich ein altes Drehbuch der alten Serie nachzuspielen. Der Film war dann auch erst mal der letzte Sargnagel für die „Batman“-Filmreihe. Kurioserweise lief zur gleichen Zeit im Fernsehen die Trickserie „Batman: The Animated Series“, die sich eher an die düstere und ernste Batman-Version von Tim Burton anlehnte und bis heute sehr beliebt ist.

Superman hatte es allerdings auch nicht besser. Als 1978 der „Superman“-Film unter der Regie von Richard Donner („The Omen“, „Lethal Weapon“) in die Kinos kam, war das der Auftakt zu drei weiteren Filmen des Mannes aus Stahl. Der damals noch unbekannte Christopher Reeve wurde mit der Rolle berühmt und gilt für viele bis heute noch als der beste Superman-Darsteller. Während der erste Film noch recht ernsthaft daher kommt, sind die Teile zwei und drei wesentlich humorvoller angelegt. Der vierte Film, der dann 1987 in die Kinos kam, brachte die Reihe allerdings erst mal zuende, wie zehn Jahre später „Batman and Robin“. Produziert von der berüchtigen Cannon Films-Truppe, die in den 1980ern eine ganze Reihe von günstig und schnell produzierten Filmen diverser Genres in die Kinos brachten und Leute wie Chuck Norris und Michael Dudikoff berühmt machten, war der Film nicht nur im Kino ein Flop, sondern bedeutete auch das Aus für Cannon, die schon länger in finanziellen Schwierigkeiten waren und all ihre Hoffnungen (und ihr Geld) in den vierten „Superman“-Film steckten.

Es dauerte ganze 19 Jahre, bevor 2006 mit „Superman Returns“ ein neuer Superman-Film in die Kinos kam. Dieser war zwar kein finanzieller Flop, aber auch kein großer Erfolg. Ein Jahr zuvor kehrte bereits Batman mit „Batman Begins“ nach acht Jahren auf die Leinwand zurück. Während es für den Mann aus Stahl nach dem enttäuschenden „Superman Returns“ erst einmal wieder vorbei war im Kino, machte sich Batman auf, mit „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“ zwei der erfolgreichsten Comic-Verfilmungen aller Zeiten auf die Leinwand zu bringen. Man war wieder zurückgekehrt zum düsteren und ernsten Batman und scheinbar schien nun auch das Pubilkum bereit für mehr Comic-Helden im Kino. Denn gleichzeitig startete der Comic-Verlag Marvel mit Verfilmungen seiner Figuren durch. „Iron-Man“, „Hulk“, „Thor“, „Guardians of the Galaxy“, „Captain America“, die „Avengers“-Filme, plötzlich waren Superhelden-Filme Mega-Blockbuster.

Doch während Marvel sein Film-Universum immer weiter ausbaute und schliesslich mit den Marvel Studios selbst ins Filmgeschäft einstieg, verpennte DC Comics das neu entfachte Interesse an seinen Figuren. Jahrelang gab es Gerüchte um einen neuen „Superman“-Film, sowie einen „Justice League“-Film, aber es blieben erst mal Gerüchte. Im Kino bevölkerte Marvel mit seinen Helden die Leinwand und fuhr Millionen-Gewinne ein, bei DC schien man sich erst noch überlegen zu müssen, welchen Film man als nächstes macht. 2013 war es dann soweit, mit „Man of Steel“ kam ein neuer Superman-Film in die Kinos. Die Regie übernahm Zack Snyder, der zuvor bereits den Comic „Watchmen“ verfilmt hatte. Der Film war dann auch düsterer als die Superman-Filme zuvor. Superman, der eigentlich ein strahlender amerikanischer Held ist, ein netter Typ, der aus reiner Nächstenliebe Menschen rettet, wird hier zum melancholischen Grübler. Nicht nur das, beim finalen Kampf mit General Zod legt er halb Metropolis in Schutt und Asche, mit Tausenden von Toten.

Hier setzt nun „Batman V Superman“ an. Zu Beginn des Filmes sehen wir, dass Bruce Wayne in Metropolis war, als Superman gegen Zod kämpfte. Auch sein Gebäude, der Wayne Tower, wird bei dem Zweikampf zerstört. Bruce Wayne macht Superman verantwortlich für all die Toten und äussert seine Bedenken, dass Superman eines Tages seine Kräfte gegen die Menschheit einsetzen könnte. Auch der Industrielle Lex Luthor sieht Superman als Bedrohung. Er überredet die demokratische Senatorin June Finch, ein Stück Kryptonit aus dem Indischen Ozean bergen zu dürfen, ein Überbleibsel von General Zods Terraforming-Versuch. Damit will er eine Waffe gegen Superman bauen. Doch die Senatorin misstraut Luthor und verbietet ihm die Verwendung des Kryptonits. Zur gleichen Zeit forscht Luthor mit der Leiche von General Zod und dessen Raumschiff. Als Bruce Wayne von dem Kryptonit erfährt, will auch er es dafür verwenden, um eine Waffe gegen Superman zu bauen. Doch Lex Luthor verfolgt eigene Pläne und benutzt Batman und Superman, um seine Pläne umzusetzen.

Mehr sei von der Handlung nicht verraten. Viele Details wurden leider schon im Vorfeld bekannt, da die verschiedenen Trailer zum Film viel zu viel von der Handlung verrieten. Das machte so manche Überraschung im Film leider zunichte. Insgesamt hat mir der Film aber dennoch gefallen, da in den Trailern teilweise Szenen aneinander geschnitten wurden, die eigentlich nicht zusammen gehören und so ein völlig falsches Bild zeichnen. Es bleibt also noch genug übrig, was man nicht schon in den Trailern gesehen hat.

Nicht so ganz klar ist es, in welcher Zeitlinie der Film spielt. Inhaltlich bedient sich der Film an der Comic-Reihe „The Dark Knight Returns“, welche in den 1980ern von Frank Miller erschaffen wurde. Dort ist Bruce Wayne bereits 55 Jahre alt und hat seinen Job als Batman an den Nagel gehängt. Ebenfalls kommt es dort zu einer Konfrontation mit Superman. In „Batman V Superman“ gibt es viele Hinweise, manche versteckt, manche offensichtlich. So ist Ben Affleck als Batman ebenfalls nicht mehr der Jüngste und scheint zu diesem Zeitpunkt seine Rolle als Batman nicht mehr regelmäßig auszuführen. In der Bathöhle steht eine Glasvitrine, in der sich das Kostüm von Robin befindet, auf das scheinbar der Joker „Hahahaha! The Joke’s on you, Batman!“ gesprüht hat. Das bedeutet wohl, dass Robin tot ist, was es in der Comic-Reihe ebenfalls schon gab, wenn auch nicht in „The Dark Knight Returns“. In den Comics gibt es mehrere Robins. Der erste Robin, Dick Grayson, hat sich irgendwann, als er älter und erwachsen wurde, von Batman getrennt und wurde zu Nightwing. Danach hat sich Batman einen neuen Robin geholt, den er ausbilden konnte. So ganz firm bin ich mit den Comics nun nicht, aber ich weiss, dass der neue oder einer der neuen Robins dann vom Joker ermordet wurde. Das scheint hier also auch schon passiert zu sein. Außerdem ist Wayne Manor, der große Landsitz von Bruce Wayne, im Film nur noch eine Ruine. Ebenfalls sieht man in einer Szene das Fragezeichen des Riddlers an einer Säule. Der gepanzerte Anzug von Batman ist optisch ebenfalls dem Anzug aus „The Dark Knight Returns“ nachempfunden.

Das ist natürlich etwas problematisch, wenn man die Comics nicht kennt. Der Film setzt im Grunde voraus, dass man sich zumindest etwas mit der Geschichte in den Comics befasst hat, um halbwegs zu verstehen, was man da alles sieht. Das wohl größte Problem des Filmes ist, dass er eigentlich nur der Auftakt sein soll für die Filme, die da noch kommen werden. So sind die zweieinhalb Stunden Laufzeit vollgepackt mit Dingen, die teilweise nur angerissen werden. Nicht nur einmal dürfte sich der Zuchauer fragen, was er da gerade gesehen hat und was das zu bedeuten hat. Zudem ist der Film bevölkert von Figuren. Neben Batman, Superman und Lex Luthor gibt es da eben noch die Senatorin, Lois Lane, Martha Kent, Perry White, Alfred, den Army-General aus „Man of Steel“ und natürlich noch Wonder Woman, die hier bereits ein paar Filmminuten absolvieren darf. Das führt unweigerlich dazu, dass viele Figuren einfach auf der Strecke bleiben und nicht mehr sind als Staffage und Stichwortgeber. Selbst Lois Lane, die schon in „Man of Steel“ blass war, hat in „Batman V Superman“ keine bessere Rolle. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass der Film genauso abgelaufen wäre, wenn es ihre Figur nicht gegeben hätte.

Was der Film gut ausbalanciert sind Action und Story. Wer denkt, er bekommt hier ein zweieinhalbstündiges Action-Feuerwerk zu sehen, der irrt. Der Film nimmt sich viel Zeit, die vielen Figuren und Handlungsstränge auszubreiten, auch wenn es letztendlich dann doch zu viel ist, um das in den 150 Minuten alles entsprechend unterzubringen. So wirkt der Film ein wenig zusammengewürfelt. Für das Heimkino ist bereits ein Director’s Cut angekündigt, der noch mal 30 Minuten länger sein soll.

„Keine Witze!“ war der Slogan, der vom Studio Warner ausgegeben wurde. Und tatsächlich: Während die Marvel-Filme viel leichter und familienfreundlicher im Grundton sind, setzt DC auf Ernsthaftigkeit und „Comic-Verfilmungen für Erwachsene“. So lebt „Batman V Superman“ auch von dem Konflikt zwischen den beiden. Was allerdings auf der Strecke bleibt, ist der große Gegensatz der beiden. Während Superman normalerweise der strahlende Held ist, wird Batman von Rache getrieben. Lex Luthor sagt dann auch im Film vor dem Kampf zwischen den beiden „Tag gegen Nacht“. Da in „Batman V Superman“ aber auch Superman eben der melancholische, von Selbstzweifeln geplagte Grübler ist, verschwindet dieser Gegensatz leider etwas.

Und da wir gerade beim Kampf sind: Der ist nun leider ebenfalls nicht so spektakulär, wie man es vielleicht vermuten würde. Vor allem der Grund, warum beide kämpfen, ist eigentlich profan. Und noch viel wichtiger: Es ist total unnötig. Sie hätten gar nicht kämpfen müssen, zwei kurze Sätze von Superman hätten gereicht, um die Situation zu klären. Allerdings ist das ein Punkt, der mir beim Film allgemein aufgefallen ist. Es scheint ein Film für Republikaner zu sein. Die Senatorin ist Demokratin und warnt davor, aus dem Kryptonit eine Waffe zu bauen mit dem Argument, dass in einer Demokratie der diplomatische Weg des Diskutierens immer der bessere ist. Das wird aber von so ziemlich allen Seiten, selbst von Bruce Wayne, als falsch und Schwäche angesehen. Der Kampf ist hier die einzige Lösung und das Aufrüsten gegen den Feind die einzige Alternative. Das spiegelt sich dann auch im Kampf zwischen Batman und Superman wieder, den ein simples Gespräch verhindert hätte, der hier aber dazu dient, dass nur durch den vorherigen Kampf die Verständigung der beiden eintritt.

Wie schon bei „Man of Steel“ liebt Zack Snyder in „Batman V Superman“ Pathos und Epik. Fast jede Szene wird durch Slow Motion und dramatische Chormusik mit Bedeutung aufgeladen, dazu blicken Batman und Superman auch immer ernst drein und führen ihre Dialoge völlig humorlos. Das passt natürlich zum Ganzen, aber ein paar Slow Motions weniger hätten es auch getan.

Die Musik stammt von Hans Zimmer und Junkie XL. Zimmer vertonte bereits Christopher Nolans Batman-Trilogie „Batman Begins“, „The Dark Knight“ und „The Dark Knight Rises“, sowie „Man of Steel“. Junkie XL steuerte 2015 die Musik zu „Mad Max: Fury Road“ bei, 2016 für „Deadpool“ und arbeitete mit Zimmer bereits an der Musik für „Spider-Man: Rise of Electro“. Das Erbe, welches beide antreten mussten, war kein leichtes. Sowohl Batman, als auch Superman, haben in den alten Filmen sehr markante musikalische Themen. John Williams komponierte 1978 die Musik für den ersten „Superman“-Film, dessen Thema bis heute viele mit Superman verbinden. 1989 schrieb Danny Elfman die Musik zu Tim Burtons „Batman“ und komponierte ein Thema, welches nicht nur bei der Fortsetzung erneute Verwendung fand, sondern auch bei der Serie „Batman: The Animated Series“.

Nun ist allerdings klar, dass der musikalische Ansatz von Williams und Elfman für Zack Snyders Filme nicht passt. Daher entschloss sich Hans Zimmer, es erst gar nicht zu versuchen, den Ansatz der beiden aufzugreifen und ging seinen eigenen Weg bei der Vertonung. Für Nolans Batman-Filme komponierte Zimmer dann eigentlich kein Thema, sondern eher ein Motiv für Batman, welches aus zwei Noten besteht. Es kam allerdings noch ein Action-Thema hinzu, welches sich durch alle drei Filme zieht.

Auch für Superman ging Zimmer einen eigenen Weg. Neben einem Piano-Motiv für Clark Kent gibt es hier ein Motiv für Superman, welches meist von mehreren Schlagzeugen begleitet wird. Da Zimmer also bereits Musik für Batman geschrieben hatte, überließ er bei „Batman V Superman“ diesen Teil Junkie XL. Dieser reduzierte das Motiv von Batman dann sogar auf nur eine Note, welches man gleich zu Beginn des Tracks „Beautiful Lie“ auf dem Soundtrack-Album hören kann.

Natürlich kam auch wieder die Superman-Musik von Hans Zimmer zum Einsatz. Außerdem benötigte man noch etwas für Wonder Woman und Lex Luthor. Das Motiv für Wonder Woman wird auf einem elektronischen Cello gespielt und ist im Film zum ersten Mal zu hören, als Bruce Wayne ein altes Foto von ihr findet. Zu Beginn des Tracks „Is she with you?“ ertönt es ebenfalls.

Die Musik von Lex Luthor ist dagegen eher verrückt, ein flirrendes Motiv, welches im Film zu hören ist, als Luthor mit der Senatorin in seinem Haus ist. Trotz dieser minimalen Mittel erzielt die Musik im Film eine gute Wirkung. Die einzelnen Motive sind klar erkennbar ihren Figuren zugeordnet und im Fall von Wonder Woman fand ich das schon cool, wenn auch etwas platt, als ihr Motiv ertönt, als Bruce Wayne ihr Foto betrachtet. Das Sountrack-Album gibt es als Einzel-CD, als Doppel-CD mit Bonustracks und demnächst auch als 3er-Vinyl-Set.

Die Besetzung sorgte im Vorfeld für große Diskussionen. Besonders mit Ben Affleck als Batman waren viele nicht zufrieden. Aber auch Jesse Eisenberg, der Lex Luthor spielt und Gal Gadot, die als Wonder Woman auftritt, wurden kritisiert. Im Film machen sie aber alle eine gute Figur. Affleck gibt Bruce Wayne und Batman entsprechend ernst und bitter. Er macht das Beste aus dem, was ihm das Drehbuch vorgibt. Da wäre sicherlich mehr drin gewesen, aber vielleicht kommt das noch in den nächsten Filmen, Affleck hat sich für insgesamt drei Filme verpflichtet.

In den Trailern wirkt Jesse Eisenberg ein wenig hampelig und scheint Lex Luthor als Witzbold darzustellen. Im Film legt sich das aber schnell und seine Mätzchen und Ticks entpuppen sich als Teil seiner manischen Persönlichkeit. Gal Gadot, die man bisher hauptsächlich aus den „Fast and the Furious“-Filme kennt, macht im wahrsten Sinne des Wortes ebenfalls eine gute Figur als Wonder Woman. Und auch Jeremy Irons kommt gut an als Butler Alfred, der im Film allerdings eher Batmans Helfer als Butler ist.

Zum eher düsteren Charakter des Filmes gehört auch, dass Batman durchaus kurzen Prozess mit seinen Gegnern macht. Das empfanden viele als No-go, da Batman nicht tötet, sondern seine Gegner höchstens ausknockt. Das ist einfach Teil seines Charakters. Doch im Film teilt Batman gut aus, da werden auch Knochen gebrochen, Bösewichter erschossen und auch sonst keine Gefangenen gemacht.

Der Film ist die Vorbereitung für die Justice League, was der Untertitel „Dawn of Justice“ bereits andeutet. Es werden im Film auch noch drei weitere Superhelden angeteasert, die Teil der Justice League sein werden. Marvel hat im Grunde zehn Jahre Vorsprung vor DC Comics. Dort ist man bereits bei „Captain America 3“, „Avengers 3“, „Guardians of the Galaxy 2“. Nun will DC natürlich nachziehen. Im August folgt bereits der nächste Film, „Suicide Squad“. Darin geht es um ein Team aus den Bösewichtern des DC-Universums, unter anderem mit Harley-Quinn, Deadshot und auch der Joker wird in dem Film auftauchen. Für 2017 ist bereits der Wonder-Woman-Film angekündigt, sowie der erste „Justice League“-Film. 2018 soll dann ein „Aquaman“-Film folgen.

„Batman V Superman“ sollte bereits 2015 in die Kinos kommen. Man entschied sich jedoch, den Start um ein Jahr zu verschieben, um nicht in Konkurrenz mit „Avengers – Age of Ultron“ treten zu müssen. Warner hat bei dem Film im Grunde alles auf eine Karte gesetzt und ist zum Erfolg verdammt. Neben massiven Produktionskosten von 250 Millionen Dollar kamen noch einmal rund 150 Millionen für das Marketing dazu. Der Film hat also insgesamt rund 400 Millionen Dollar verschlungen und muss eine Milliarde Dollar weltweit einspielen, damit Warner überhaupt so etwas wie Gewinn macht. Nach knapp zwei Wochen steht der Film momentan bei einem weltweiten Einspielergebnis von rund 590 Millionen Dollar. Er ist also auf einem guten Weg, aber ob er tatsächlich die Milliarden-Grenze erreichen wird, ist fraglich.

Marvel hat bereits expandiert und produziert längst auch TV-Serien seiner Figuren („Agents of S.H.I.E.L.D.“ oder auch „Jessica Jones“). DC hat dort ebenfalls nachgezogen, mit Serien wie „Gotham“, „The Flash“ und „Supergirl“. Der eigentliche Gladiatoren-Kampf, nicht der zwischen Batman und Superman, sondern zwischen Marvel und DC Comics geht also weiter.

„Batman V Superman“ polarisiert sehr stark. Die Berichte über den Film sind entweder Lobpreisungen oder totale Verrisse. Besonders die Schar der US-Kritiker ließ kaum ein gutes Haar an dem Film, während er bei den Fans besser ankam. So ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Es ist nun beileibe kein perfekter Film, aber den Hass, der ihm teilweise entgegenschlägt, hat er sicherlich nicht verdient. Der Film will sehr viel und übernimmt sich damit leider auch ein wenig. Beim finalen Kampf wird wieder sehr viel zerstört, was an „Man of Steel“ erinnert, bei dem die letzte halbe Stunde eigentlich nur noch eine pure Zerstörungsorgie ist, nur dieses Mal eben in Gotham City. Vieles wirkt gehetzt und nur oberflächlich angesprochen, wie die Träume/Visionen von Bruce Wayne. Für viele versagt der Film sicherlich damit, da er es nicht schafft, seine Handlung plausibel während seiner Laufzeit zu erzählen. Erst die nächsten Filme werden zeigen, ob sie mit „Batman V Superman“ ein größeres Bild ergeben.

Neuesten Meldungen zufolge hat Warner allerdings nun doch kalte Füße bekommen und lässt für „Suicide Squad“ nachdrehen. Der Grund sind die überwiegend negativen Kritiken für „Batman V Superman“, die dem Film unter anderem vorwerfen, zu düster und zu humorlos zu sein und die vergleichsweise stark abfallenden Besucherzahlen in der zweiten Kinowoche. „Suicide Squad“ soll nun durch die Nachdrehs humorvoller gestaltet werden, was eigentlich schade ist, da sich genau damit DC von den meisten Marvel-Filmen unterscheidet.

Wem „Man of Steel“ gefallen hat, der dürfte auch an „Batman V Superman“ seine Freude haben. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten, auch, da es eine willkommene Abwechslung von den doch untereinander recht gleichen Marvel-Filmen ist.

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