Wer liest, sündigt nicht – CINEMA MUSICA

Ich habe es schon wieder getan. Ich habe einen Artikel geschrieben und er war NICHT für Klangbilder!

Für die neue Ausgabe der „Cinema Musica“ durfte ich wieder einen Text beitragen. Der Themenschwerpunkt der Ausgabe ist „90 Jahre Ennio Morricone“ und da durfte ein Text über Morricones Musik zu „John Carpenter’s The Thing“ nicht fehlen. Wer das Ergebnis bestaunen möchte, dem sei die neue „Cinema Musica“ ans Herz gelegt. Vielen Dank an die Redaktion, besonders Anne und Oliver, fürs Fragen.

Die Ausgabe kann bestellt werden unter www.cinemamusica.de

  • Special zum 90. Geburtstag von Ennio Morricone
  • 11-11: Memories Retold: Interview mit Olivier Derivière
  • Waldlust: Eine Analyse der Musik von Martina Eisenreich
  • Movie Trip Show: Interview mit Bergmann & Bartkowski
  • Ernest Gold – ein (fast) vergessener Komponist
  • Interview mit Frank Schreiber und Steffen Wick zu *Manou – flieg‘ flink!
  • aktuelle Rezensionen, Termine und vieles, vieles mehr
  • Erscheint Anfang August 2019, 84 Seiten.

Strophe oder Vers? – CAPTAIN MARVEL

Quelle: robots-and-dragons.de

Das Marvel-Universum nähert sich dem Ende einer Ära. Mit Avengers: End Game werden viele der Darsteller ihre Abschiedsvorstellung geben. Egal, ob Iron-Man, Hulk, Captain America, Ant-Man oder Spider-Man, alle Helden hatten einen oder mehrere sehr erfolgreiche Solo-Auftritte im Kino. Was fehlt da also noch? Richtig, eine Superheldin mit ihrem eigenen Film. Also, Bühne frei für eine weitere Origin-Story.

Come as you are

My Heart Will Go On – ALITA: BATTLE ANGEL

Quelle: amazon.com

James Cameron hat es nicht eilig. Warum auch? In den letzten 23 Jahren hat er nur zwei Filme gedreht und beide wurden die jeweils kommerziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Sein Avatar löste seinen Titanic an dieser Spitzenposition ab, Cameron war tatsächlich der König der (Film)-Welt. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass aus einigen Projekten, die Cameron in dieser Zeit verfolgte, nichts wurde. Unter anderem entwickelte er bereits in den 90er Jahren einen Spider-Man-Film, fand aber, dass die Tricktechnik noch nicht so weit ausgereift war, um so einen Film adäquat umzusetzen.

Schau mir in die Augen, Kleiner

Es geht eine Träne auf Reisen – DER GOLDENE HANDSCHUH

Quelle: filmstarts.de

Mit dem Londoner Frauenmörder „Jack the Ripper“ wird Fritz Honka oft verglichen. Er verbreitete Anfang der 1970er Jahre in Hamburg auf St. Pauli ähnlichen Schrecken und unter den Anwohnern ging die Angst um. Auch Honkas Opfer waren die Gestrandeten, die Vergessenen, Prostituierte. Bewohner einer Parallelwelt, deren Zentrum die verlotterte Kneipe „Zum Goldenen Handschuh“ war. Hier trafen sie sich, um sich einfach dem Alkohol hinzugeben. Und hier trafen einige der Damen auch ihren Mörder.

Wunderschönen gudn Abend, die Damen

Gleichberechtigung – ON THE BASIS OF SEX

Quelle: imdb.com

In unserer scheinbar fortschrittlichen Welt vergessen wir immer wieder gern, dass es bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts hinein noch Rassentrennung in den USA gab und auch das Frauenwahlrecht wird in Deutschland dieses Jahr gerade mal 100 Jahre alt. Die Rolle der Frau war die der Mutter, die zuhause blieb und sich um die Kinder kümmerte. Bis in die 1970er Jahre hinein hatten es Frauen schwer, in ähnliche Positionen aufzusteigen wie ihre männlichen Kollegen, von denen sie oft nur milde belächelt wurden. Doch eine Zeit des Umbruchs war schon längst im Gange und genau in dieser Zeit trat Ruth Bader Ginsburg auf den Plan. 1954 begann sie ihr Studium an der berühmten Harvard Universität. Und dort beginnt auch der Film.

Don’t just uphold the law

Der Oppa hat jesacht… – DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT

Quelle: klatsch-tratsch.de

„Witzischkeit kennt keine Grenzen“. Dieser Song steht nicht nur im Mittelpunkt von Hape Kerkelings Film Kein Pardon, einer liebevollen Perisflage auf das Showbusiness, sondern könnte auch der Titel von Hapes Lebenswerk sein.

Dat is wat janz Besonderes

Der Anfang eines Universums – GLASS

Quelle: filmstarts.de

„Was wäre, wenn Superman auf der Erde wäre, er aber nicht wüsste, dass er Superman ist?“. Dieser Frage ging M. Night Shyamalan im Jahr 2000 in seinem Film Unbreakable nach. Und auf gewisse Weise lässt sich auch diese Frage auf den Film anwenden: „Was wäre, wenn Unbreakable der Auftakt zu einer Filmtrilogie wäre, aber niemand weiß davon?“.

Bist du bereit?

Cage Rage – MANDY

Quelle: filmstarts.de

In diesem Beitrag gehe ich mal einen etwas anderen Weg. Statt detailliert auf den Film an sich einzugehen, verweise ich heute einmal auf den Beitrag meines Kollegen Sebastian auf „odd & excluded„. Nur so viel: Der Film ist ein wilder Trip aus Liebe, Verlust, Wut und Gewalt. Wer Nicholas Cage nur ausrasten sehen will, der ist mit Mandy eher schlecht beraten, auch wenn Cage hier genug Grund zum Ausrasten hat und das auch tut. Da gibt es sicherlich leichter verdauliche Filme mit Cage, in denen die Fans auf ihre Kosten kommen. Und es wird Mandy auch nicht gerecht, den Film nur auf „Cage rastet aus“ zu reduzieren. Cage geht hier buchstäblich durch die Hölle.

Ein Blick in das Herz der Finsternis

Erst kommt der Film, dann die Moral: MACKIE MESSER – BRECHTS 3GROSCHENFILM

Quelle: fbw-filmbewertung.com

„Ein Mann, der etwas zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“ Ähnlich scharf wie die Zähne des besungenen Hais in „Die Moritat von Mackie Messer“ waren Bertold Brechts Gedanken, die er sich nicht scheute, unverblümt seinem Gegenüber ins Gesicht zu schmettern. Als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker und Lyriker prägte er eine neue Form des Theaters, das epische Theater. Hierbei entfernte sich Brecht von der Darstellung tragischer Einzelschicksale und einer Scheinrealität, zugunsten großer gesellschaftlicher Konflikte wie Krieg, Revolution und sozialer Ungerechtigkeit. Sein Ziel war es, die Zuschauer aktiv zum Handeln zu bewegen, um die Gesellschaft zum Besseren zu verändern. „Das moderne Theater muß nicht danach beurteilt werden, wieweit es die Gewohnheiten des Publikums befriedigt, sondern danach, wieweit es sie verändert.“

Das Schicksal des Menschen ist der Mensch

The Night SHE stayed home – HALLOWEEN (2018)

Quelle: dvd-forum.at

Die 80er Jahre waren die Hochzeit des Slasher-Films. Der Trend begann 1978 mit John Carpenters Film Halloween, welcher diverse Nachahmer nach sich zog. Im Laufe der 80er Jahre wurden so die Killer aus diesen Filmen zu Ikonen des Horrorgenres. Neben Michael Myers standen da Freddy Krueger aus Nightmare on Elm-Street und Jason Vorhees aus Friday the 13th. Erweitert man das Feld noch etwas, kann man auch noch Leatherface aus Texas Chainsaw Massacre und Pinhead aus Clive Barkers Hellraiser mit hinzu nehmen. Doch ausgerechnet der Trendstarter, Michael Myers, sah sich relativ schnell von den anderen Ikonen überholt. Es dauerte nach Halloween II ganze sieben Jahre, bevor Michael Myers 1988 wieder die Leinwände unsicher machte. In dieser Zeit waren bereits sieben Friday-the-13th-Filme und vier Nightmare on Elm-Street-Filme herausgekommen und auch kommerziell blieben die Halloween-Filme hinter ihren Mitbewerbern zurück.

The Boogeyman is coming