Es fährt ein Zug – THE COMMUTER

Quelle: maxdome.de

Nicht oft erlebt ein Schauspieler, der schon so lange im Geschäft ist, einen zweiten Frühling. Liam Neeson begann bereits in den 70ern mit der Schauspielerei. Anfangs noch auf Theaterbühnen unterwegs, kamen in den 80ern mehr und mehr Filmrollen dazu, aber der richtig große Durchbruch kam erst 1993 mit Steven Spielbergs Holocaust-Drama SCHINDLERS LISTE. Obwohl Neeson bereits 1990 in Sam Raimis DARKMAN die Hauptrolle in einem actionlastigen Film spielte, war er nach SCHINDLERS LISTE doch erst mal auf Dramen spezialisiert. Seine Rolle als Jedi-Ritter in STAR WARS EPISODE I: THE PHANTOM MENACE änderte daran zunächst auch nicht viel. Obwohl er immer wieder in Actionfilmen mitspielte, wenn auch nicht in der Hauptrolle, wie in BATMAN BEGINS, wurde er in der Öffentlichkeit nicht als Actionstar wahrgenommen.
…nach Nirgendwo

The Show Must Go On – THE GREATEST SHOWMAN

Quelle: amazon.com

Eine wahre Geschichte als Musical zu verarbeiten ist immer mit Problemen verbunden. Welche Aspekte arbeitet man heraus, welche lässt man eher weg? Besonders heikel wird es dann, wenn körperlich und/oder geistig benachteiligte Menschen mit im Spiel sind. Man erinnert sich an die vielen kritischen Stimmen, als Disney aus der Geschichte vom Glöckner von Notre Dame ein Zeichentrick-Musical machte. Die Geschichte basiert zwar auf einem Roman, aber Bedenken wurden dennoch geäussert. Darf man „Behinderte“ so vorführen und so vermarkten? Den Glöckner aus dem Disney-Film gab es sogar als knuddelige Plüschfigur. Ähnliches könnte man nun auch THE GREATEST SHOWMAN vorwerfen, doch der Reihe nach.

Showtime!

„Lass die Vergangenheit sterben!“ – STAR WARS: THE LAST JEDI

Quelle: starwars.com

THE FORCE AWAKENS, die siebte Episode der STAR-WARS-Saga, war Ende 2015 ein riesiger Erfolg. Über zwei Milliarden Dollar spielte der Film weltweit ein und war damit ein gelungener Auftakt für den neuen Eigentümer von Lucasfilm: Disney. Für vier Milliarden Dollar hatte der Konzern mit der Maus Lucasfilm aufgekauft und diese Investition muss sich natürlich rechnen. So wurde recht flott ein bereits mehrere Jahre umfassender Plan entworfen, wie das Star-Wars-Universum weiter wachsen sollte. Neben einer neuen Trilogie, die mit THE FORCE AWAKENS begann, soll es nun im Jahreswechsel einen weiteren Film aus dem Franchise geben, sodass nun jedes Jahr ein STAR-WARS-Film in die Kinos kommen wird. ROGUE ONE: A STAR WARS STORY war 2016 dann der erste Film außerhalb der Episoden-Folge, welchem 2018 ein Han-Solo-Film folgen wird.

Ich fühle das Gute in dir

Dawn of the Dead of JUSTICE LEAGUE

Quelle: Kino.de

Das „Cinematic Universe“ von DC Comics hat es bisher nicht leicht. Schon der Start mit MAN OF STEEL lief eher holprig. Die Kritiken waren eher verhalten und auch das Einspielergebnis von fast 670 Millionen Dollar weltweit relativiert sich im Verhältnis zum 225-Millionen-Dollar-Budget des Filmes. DC wollte sich ganz klar von Marvel abheben. Dem eher bunten und familienfreundlichen Treiben dort wollte DC eine düstere Welt mit gebrochenen Helden gegenüberstellen. Doch nicht nur im Ausbau des „Cinematic Universe“, auch kommerziell hat Marvel einige Nasenlängen Vorsprung und das wird sich auch mit JUSTICE LEAGUE nicht ändern.

Sie nannten ihn den Steppenwolf

Menschlicher als der Mensch – BLADE RUNNER 2049

Quelle: birthmoviesdeath.com

Philip K. Dicks Geschichten waren in den letzten 30 Jahren Vorlage für viele Filme. Darunter befinden sich so unterschiedliche Beiträge wie TOTAL RECALL (1990), SCREAMERS (1995), A SCANNER DARKLY (2006) und eben BLADE RUNNER (1982). Dicks Roman TRÄUMEN ANDROIDEN VON ELEKTRISCHEN SCHAFEN? erschien 1968 und bildet die Grundlage für den ersten BLADE RUNNER, auch wenn der Film recht stark von der Buchvorlage abweicht. Der Autor erlebte die große Popularität seines Werkes nicht mehr. Er starb 1982, kurz vor der Premiere von BLADE RUNNER, in den er als Berater noch eingebunden war.

Ein Jammer, dass sie nicht leben wird…aber wer tut das schon?

Rückkehr nach Pompeii: DAVID GILMOUR – LIVE AT POMPEII

Quelle: schauburg.de

Als Regisseur Adrian Maben im Oktober 1971 die Band Pink Floyd im Amphitheater von Pompeii aufspielen ließ, befand diese sich auf dem Höhepunkt ihrer Psychedelic-Rock-Phase. Pink Floyd waren in ihre zweite musikalische Phase eingetreten, nach dem Ausscheiden des ehemaligen Frontmannes und Songschreibers Syd Barrett. Für Barrett kam damals David Gilmour in die Band, der mit Barrett zusammen in einer WG wohnte. Die ersten Alben in der neuen Besetzung zeigten eine Band, die noch nicht genau wusste, wo sie hin wollte. Es gab avantgardistische Klangspielereien auf Ummagumma (1969), pompöse Orchester- und Chormomente auf Atom Heart Mother (1970) und Folk Rock auf der Filmmusik zu More (1969).

Loose those chains!

Tick Tack – DUNKIRK

Quelle: slashfilm.com

Es gibt wohl wenige Regisseure, deren Filme im Vorfeld so in gehypt werden, wie Christopher Nolan. In den letzten Jahren hat sich der Brite einen Namen gemacht mit anspruchsvollen Blockbustern. Dass dabei auch nicht alles Gold ist, was glänzt, geht oft im allgemeinen Freudentaumel unter. Doch Nolan hat es geschafft, einen gewissen filmischen Anspruch mit kommerziellen Erfolgen zu verknüpfen. Nach seiner Batman-Trilogie und dem Sci-Fi-Drama INTERSTELLAR wagte sich Nolan nun an das Genre des Kriegsfilmes.

We shall never surrender

Liebe besiegt den Krieg – WONDER WOMAN

Quelle: dccomics.com

Weibliche Comichelden haben es im Kino recht schwer gehabt. Sei es Supergirl, Catwoman oder Aeon Flux, alle konnten kommerziell nicht mit ihren männlichen Kollegen mithalten. Doch das hat sich in den letzten 15 Jahren grundlegend geändert. Dass auch eine Frau für mächtig Action sorgen kann, beweisen Filmreihen wie UNDERWORLD oder auch RESIDENT EVIL. Auch, wenn man noch nicht von einer vollständigen Gleichberechtigung sprechen kann, so hat sich in diesem Bereich in den letzten zwei Dekaden doch etwas getan. In Actionfilmen ist die Frau deshalb mittlerweile oftmals nicht einfach nur schmuckes Beiwerk oder das simple „love interest“ des Helden, sondern langt selbst kräftig hin. Natürlich gab es auch schon vorher taffe Heldinnen, man denke nur an Ripley aus den ALIEN-Filmen oder auch die Vampirjägerin Buffy, aber damals waren das eher Ausnahmen.
Eine Frau steht ihren Mann

Paradise Lost – ALIEN: COVENANT

Quelle: foxmovies.com

Als Ridley Scott 1979 den ersten ALIEN drehte, entstand ein zeitloser Sci-Fi-Horrorklassiker, der auch heute noch toll aussieht und seine Wirkung nicht verfehlt. Auch in den Jahren danach kamen andere Regisseure in den Genuss, der Filmreihe ihren Stempel aufzudrücken. Sei es James Cameron, der 1986 mit der Fortsetzung ALIENS einen Klassiker des 80er-Jahre-Actionkinos schuf (und dabei die Hintergründe der Alien-Rasse mehr beleuchtete), David Fincher, dessen düster-nihilistischer ALIEN 3 die Reihe 1992 eigentlich beendete oder Jean-Pierre Jeunet, der 1997 mit ALIEN RESURRECTION eine fast schon surreale Groteske drehte.

Ein perfekter Organismus

Daddy Issues – GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2

Quelle: movieweb.com

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass eine Comic-Reihe, die weniger bekannt ist als Helden wie Thor oder Doctor Strange, eben diese bekannteren Comic-Reihen an den Kinokassen hinter sich lässt. Der erste Teil spielte weltweit über 770 Millionen Dollar ein und landete damit auf Platz Fünf der bisherigen Marvel-Top-Ten. Vielleicht aber lag es genau daran, dass es sich hier um eher unbekannte Charaktere handelt, die beim Zuschauer nicht schon „verbrannt“ sind. Hooked on a Feeling